Liebes Bitfocus‑Team,
ich möchte euch eine Perspektive aus dem professionellen Audio‑, Kirchen‑ und Event‑Umfeld schildern, die für eure zukünftige Planung relevant sein könnte.
Ich arbeite seit vielen Jahren mit digitalen Mischpulten (u. a. Allen & Heath Avantis/SQ, Yamaha QL/CL). Im kirchlichen Bereich ist die Kombination Companion Stream Deck und eine Gewerkübergreifende Funktion von Steuerung von Licht, Ton Video, Stream unerlässlich. In diesen Bereichen hat Companion inzwischen eine zentrale Rolle eingenommen.
Zentral ist eine zuverlässige Funktion auch nach Updates, gerade im Live Betrieb kann da sonst zu sehr unangenehmen Folgen kommen. Derzeit ist die Entwicklung noch Wildwest und hat kaum Standards, wie es in der Anfangszeit der SPS auch der Fall war. Das macht das Thema nicht unbedingt Verbraucherfreundlich. Der Teufel steckt wie so oft im Detail.
Ich persönlich habe mich auf den Bereich Ton konzentriert. Als Elektrotechniker komme ich auch mit den anderen Bereichen in Berührung.
Dich die diese Bedeutung erkannt habe, merke ich auch, dass viele in diesem Punkt mit der komplexität überfordert sind. Und bin am Einarbeiten in dieses Thema.
Neben der mühevollen Integration eines Allen Heath Mischpultes in das Stream Deck, das derzeit noch (wieder) scheitert. Sind mir einige prinzipielle Gedanken auf Grund meiner langjährigen beruflichen Erfahrung gekommen, die ich ihnen mitteilen wollte.
Neben einer allgemeinen Marktperspektive möchte ich auch konkrete technische Probleme schildern, die wir aktuell mit Companion 5.0 erleben.
1. Companion ist im Pro‑Audio‑Markt längst Standard — und verkauft Stream Decks
In Kirchen, Theatern, Vereinen, Stadthallen und Event‑Locations ist das Stream Deck heute fast überall zu finden.
Aber nicht wegen der Elgato‑Software, sondern wegen Companion.
Viele Einrichtungen kaufen:
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Stream Deck XL
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Stream Deck MK2
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Stream Deck Plus
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Network‑Dock
nur, weil Companion existiert.
Ohne Companion würde Elgato in diesem Markt kaum Hardware verkaufen.
2. Der Pro‑Audio‑Markt ist groß, wächst weiter — und braucht offene, stabile Schnittstellen
In diesem Umfeld ist es üblich, Geräte verschiedener Hersteller zu kombinieren:
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Avantis SoftKeys
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ATEM‑Szenen
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vMix‑Shortcuts
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QLab‑Cues
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Dante‑Routing
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Lichtpulte
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MIDI/OSC/TCP‑Steuerung
Kein Hersteller deckt alles ab.
Darum sind offene APIs und Interoperabilität entscheidend.
Viele Hersteller öffnen ihre Schnittstellen bewusst, weil sie wissen:
Interoperabilität führt zu mehr Hardwareverkäufen.
Companion ist hier das zentrale Bindeglied.
3. Konkrete technische Probleme in Companion 5.0 (Surface‑System)
Ich habe Companion 5.0 intensiv getestet und stoßen auf mehrere Probleme, die im Pro‑Audio‑Umfeld kritisch sind:
a) Das Surface‑System lädt nicht zuverlässig
In mehreren Builds tritt folgendes Verhalten auf:
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Das Stream Deck XL wird nicht erkannt
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Das Surface‑Modul lädt nicht oder bleibt leer
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Die USB‑/Network‑Adapter erscheinen nicht
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Die gesamte Surface‑Sektion ist teilweise ausgeblendet
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Buttons lassen sich zwar konfigurieren, aber nicht zuweisen
Das führt dazu, dass fertige Konfigurationen nicht auf die Hardware gemappt werden können.
b) Stream Deck Plus / Encoder‑Support instabil
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Encoder werden nicht erkannt
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Touch‑Display bleibt schwarz
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Multi‑State‑Feedback wird nicht gerendert
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Teilweise komplette Nicht‑Erkennung des Geräts
c) Network‑Dock wird nicht zuverlässig erkannt
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Dock erscheint sporadisch
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Geräte verschwinden nach Neustarts
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Companion zeigt „Surface unavailable" trotz funktionierendem Netzwerk
d) Feedback‑Probleme bei Avantis‑SoftKeys
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SoftKey‑Status wird nicht aktualisiert
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Farben bleiben hängen
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Buttons reagieren, aber Feedback kommt nicht zurück
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Teilweise keine Verbindung trotz funktionierender TCP‑Verbindung
e) UI‑Inkonsistenzen
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Tabs erscheinen/verschwinden je nach Build
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Einstellungen sind nicht konsistent
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Surfaces werden angezeigt, aber nicht initialisiert
Diese Probleme sind für Kirchen und Event‑Technik besonders kritisch, weil dort:
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Ehrenamtliche arbeiten
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Systeme zuverlässig funktionieren müssen
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Bedienung einfach sein muss
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Fehler im Live‑Betrieb nicht tolerierbar sind
4. Nutzerfreundlichkeit ist entscheidend — und hier liegt das größte Potenzial
Companion ist extrem mächtig, aber viele Anwender kämpfen mit:
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instabilen Surface‑Modulen
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wechselnden HID‑Implementierungen
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fehlender Klarheit, welche Builds stabil sind
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Problemen mit dem Stream Deck Plus
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Network‑Dock‑Inkompatibilitäten
Viele Nutzer sagen:
„Wir würden mehr Stream Decks kaufen, wenn die Integration stabiler wäre."
Eine stabilere Surface‑Architektur würde hier enorm helfen.
5. Warum ich das schreibe
Ich sehe täglich, wie groß der Bedarf ist:
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Kirchen, die 2–4 Stream Decks einsetzen
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Theater, die ganze Produktionen damit fahren
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Event‑Techniker, die Avantis‑SoftKeys, ATEM und Licht kombinieren
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Ehrenamtliche, die einfache Bedienung brauchen
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Firmen, die Companion als Automationszentrale nutzen
Companion ist für diese Zielgruppe das wichtigste Werkzeug.
Und es könnte noch viel mehr sein, wenn die Stream‑Deck‑Integration stabiler und langfristig planbarer wäre.
6. Mein Wunsch / Vorschlag
Ich würde mir wünschen, dass Bitfocus:
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die HID‑/Network‑Integration priorisiert
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die Stream‑Deck‑Module langfristig stabilisiert
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ggf. mit Elgato technische Schnittstellen klärt
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die Bedeutung des Pro‑Audio‑Marktes sichtbar macht
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die Nutzerfreundlichkeit im Surface‑Bereich weiter verbessert
Ich weiß, dass ihr als Open‑Source‑Projekt nicht alles beeinflussen könnt.
Aber Companion hat heute eine Marktmacht, die Elgato nicht ignorieren kann — und die ihr nutzen könnt, um bessere Schnittstellen einzufordern.
7. Fazit
Companion ist der Grund, warum Stream Decks im professionellen Bereich überhaupt existieren.
Der Markt ist groß, wächst weiter und ist investitionsbereit.
Eine stabilere, klarere und langfristig planbare Integration würde beiden Seiten helfen — und vielen Anwendern das Leben erleichtern.
Vielen Dank für eure Arbeit.
Ohne Companion wäre der moderne Kirchen‑ und Event‑Workflow nicht denkbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Schönberger
Das Schreiben wurde mit Hilfe von KI verfasst und fast eine Fachdiskussion zusammen.